5. Oktober 2006 “Sechs erfolgreiche Konzerte in Polen”

Nach sechs erfolgreichen Konzerten an sechs Tagen in der Kathedrale von Gniezno, der ehemaligen Synagoge von Poznan, die zwischenzeitlich zum Schwimmbad umgenutzt wurde, der Kirche von Zielona Góra, der Maria-Magdalena-Kirche Breslau und in Stettin kehrt der Leipziger Synagogalchor heute von seiner Polenreise 2006 zurück.Helmut Klotz, seit 35 Jahren Leiter und Vorsänger des Leipziger Ensembles, das sich aus Nichtjuden zusammensetzt und die kostbare Tradition des mitteleuropäischen Synagogalgesangs weiterpflegt: “Nach der Absage unserer Israel-Reise im Sommer durch Oberbürgermeister Burkhard Jung ist das unsere wichtigste Tournee in diesem Jahr. Gerade in Polen und gerade über den Tag der Deutschen Einheit hinweg können wir vielleicht ein wenig zur Klärung und Entspannung des deutsch-polnischen Verhältnisses beitragen, das derzeit unter den langen Schatten der furchtbaren Vergangenheit wieder besonders problemtisch geworden ist.”
Auf dem Programm der Konzerte standen Synagogalmusik sowie jiddische und hebräische Folklore in freien Bearbeitungen: Werke von und nach Samuel Lampel, Charles Davidson, Samuel Alman, Charles Osborne, Louis Lewandowski, Wilhelm Würfel, Abraham Dunajewski, Werner Sander, Friedbert Groß und Dieter Knorrn.
Als Solisten waren neben Klotz Ulrike Helzel (Alt) und Egbert Junghanns mit im Nachbarland. An Klavier und Orgel begleitete Clemens Posselt, der auch beim Konzert des Synagogalchors zu den Mendelssohnfesttagen Anfang September einen erheblichen Beitrag zum Gelingen geleistet hatte.
kfm, Leipziger Volkszeitung (LVZ)

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