12. März 2002. “Ein Meer aus Tönen in der Heilig-Geist-Kirche”

Leipziger Synagogalchor begeistert Publikum / Solisten überzeugen mit gewaltigen Stimmen

Bad Oeynhausen (leh). Bis auf den letzten PLatz besetzt war die Heilig-Geist-Kirche am Sonntagnachmittag. Gewaltige Töne durchströmten das Gebäude. Der Leipziger Synagogalchor unter der Leitung von Helmut Klotz begeisterte bei seinem Konzert das Bad Oenhausener Publikum.

Für die Sängerinnen und Sänger war der Auftritt in der Kurstadt eine Premiere. Im Rahmen von “50 Jahre Woche der Brüderlichkeit” klangen in der protestantischen Gemeinde die Töne jüdischer Musik. “Christen und Juden sind durch ihren gemeinsamen Ursprung eng miteinander verbunden, darauf müssenwir uns wieder besinnen,” eröffnete Pfarrer Christian Lassen die Veranstaltung, “die Geneinsamkeiten müssen die Unterschiede überwiegen.”
Der Chor begann mit dem Lied “Ma tauwu” von Louis Lewandowski – einem Huldigungsgesang nach Psalmenversen. Im zweiten Teil des Abends standen Jiddische und hebräische Folklore auf dem Programm.
Eine besondere musikalische Leistung brachten die Solisten Marita Posselt (Sopran), Norina Narewski (Alt), Helmut Klotz (Tenor) und Ulrich Vogel (Orgel / Klavier). Mit Stimmgewalt beeindruckten sie und verzauberten die Besucher mit einem Meer von Tönen.

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